(LWI 08-08-2008) FEATURE: Partnerschaft foerdert Bildung, Gesundheit, Kinder

Dirk-Michael Grötzsch dmg at lutheranworld.org
Fri Aug 8 14:26:16 CDT 2008


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FEATURE: Partnerschaft foerdert Bildung, Gesundheit, Kinder

LWB-Praesident Hanson besucht zum zweiten Mal tansanische
Dioezese Iringa

Iringa (Tansania)/Genf, 8. August 2008 (LWI) - Bei seinem Besuch
in Iringa (Suedtansania) stellte Bischof Mark S. Hanson,
Praesident des Lutherischen Weltbundes (LWB) und Leitender
Bischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amerika (ELKA), in
den Bereichen Hochschulbildung und Gesundheitswesen sowie bei von
lutherischen Institutionen geleisteten sozialen Diensten grosse
Fortschritte fest. Allerdings gebe es nach wie vor erheblichen
Bedarf an Unterstuetzung, betonten die oertlichen
VerantwortungstraegerInnen aus Kirche und kirchlichen
Organisationen bei Hansons Besuch am 21. und 22. Juni.

Hanson hatte die Dioezese Iringa der Evangelisch-Lutherischen
Kirche in Tansania (ELKT) bereits 1998 besucht. Damals war er
Bischof der St Paul Area-Synode der ELKA, die eine langjaehrige
Partnerschaft mit Iringa und Dioezesanbischof Dr. Owdenburg M.
Mdegella verbindet. 

Hanson besuchte Iringa im Vorfeld der LWB-Ratstagung, die vom
25. bis 30. Juni in Arusha (Nordtansania) stattfand. In Illula
hiessen den LWB-Praesidenten mehrere hundert Menschen willkommen,
die ihn mit tansanischem Gesang ins Dorf und zur lutherischen
Kirche geleiteten. “Immer wenn ich nach Iringa komme, erfuellt
mich grosse Freude, denn in euch ist der Heilige Geist
lebendig”, erklaerte Hanson im Gottesdienst, an dem rund 600
Personen teilnahmen. Die LutheranerInnen im Sueden der Erdkugel
seien “Lehrerinnen und Lehrer sowie Missionarinnen und
Missionare” fuer die LutheranerInnen im Norden, denn hier im
Sueden werde der Glaube an Jesus Christus freimuetig
weitergegeben und das Evangelium im Dienst am Naechsten gelebt,
so Hanson.

Lutherisches Krankenhaus

Die Dioezese Iringa der ELKT ist Eigentuemerin und Betreiberin
des lutherischen Krankenhauses in Illula. Seinen Ursprung hat es
in einer Krankenstation, die 1938 entstand. 1992 wurde sie zum
medizinischen Zentrum umgewidmet, seit 2007 besteht das
Krankenhaus mit 70 Betten. 2007 wurden ueber 24.000 PatientInnen
behandelt, die meisten von ihnen ambulant. Aus einem Hanson
vorgelegten Bericht der Krankenhausleitung geht hervor, dass
gegenwaertig 74 Mitarbeitende in der Klinik taetig sind.
Zusaetzlich waeren aber noch weitere 80 Kraefte - MedizinerInnen,
PflegerInnen, medizinisch-technisches Personal und andere
Fachkraefte - erforderlich, um den Mindeststandards fuer den
Krankenhausbetrieb zu entsprechen. Zukuenftige Plaene umfassen
den Bau von Wohnheimen, einer Krankenpflegeschule und neuen
Wohnungen fuer Mitarbeitende sowie die Renovierung der bereits
bestehenden Personalraeume.

Ein Zuhause fuer Waisen

Der LWB-Praesident besuchte weiterhin das lutherische
Diakoniezentrum in Huruma, das 1994 mit Unterstuetzung
einheimischer und internationaler PartnerInnen, einschliesslich
der St Paul Area-Synode der ELKA, errichtet wurde. In der
Einrichtung werden heimatlose Waisen und andere vernachlaessigte
Kinder zwischen fuenf und 17 Jahren aufgenommen, die vielfach
zuvor auf der Strasse leben mussten. Gegenwaertig nutzen im
Diakoniezentrum circa 40 der dort lebenden Kinder und neun
Externe schulische und sonstige Bildungsmoeglichkeiten. Eine
Ausweitung der Taetigkeit des Zentrums und eine Erhoehung auf 60
Heimplaetze sind geplant. Auf dem Campus der Tumaini University
der ELKT, deren Hochschulseelsorge regelmaessig Morgenandachten
und Sonntagsgottesdienste fuer evangelische und
roemisch-katholische Glaeubige anbietet, legte Hanson einen
Gedenkstein am Standort einer neuen oekumenischen Kapelle. (464
Woerter)

(Ein Beitrag von John Brooks, ELKA News Service.)

Weitere Informationen zur Tumaini University finden Sie unter:
www.tumaini.ac.tz 



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