[APD] Adventistisches Medienzentrum "Stimme der Hoffnung" feierte 60. Geburtstag

Christian B. Schäffler APD at stanet.ch
Fri Jun 20 02:00:37 CDT 2008


[APD] Adventistisches Medienzentrum "Stimme der Hoffnung" feierte 60.
Geburtstag

 

 

20. Juni 2008

Adventistischer Pressedienst [APD]

Christian B. Schaeffler, Chefredakteur

Fax +41-61-261 61 18

APD at stanet.ch

http://www.stanet.ch/APD

CH-4003 Basel, Schweiz

 

 

Adventistisches Medienzentrum "Stimme der Hoffnung" feierte 60. Geburtstag

 

Rueckblick auf 60 Jahre adventistisches Rundfunkwerk

 

Albach-Haehnlein/Deutschland. [APD] "Die Wende in Deutschland brachte fuer
das Medienzentrum eine einschneidende Veraenderung", sagte Pastor i. R. Arno
Patzke, Leiter der "Stimme der Hoffnung" von 1978 bis 1993. "Die Menschen
konnten jetzt selbst ueberall hinreisen und brauchten nicht mehr die
Kurzwellensendungen als Bruecke in den Westen." Das Medienzentrum haette
deshalb nach neuen Wegen der Kommunikation suchen muessen. "Die Produktion
von Videos begann, doch eigene Fernsehsendungen blieben ein Traum."
Ausserdem sei es moeglich gewesen, Kurzbeitraege im westdeutschen
Privatrundfunk ueber UKW zu senden. Die "Stimme der Hoffnung" habe nach der
Wende das adventistische Radiostudio in Warschau mit technischen Geraeten
ausgestattet.

 

Als Pastor Guenther Machel von 1992 bis 2002 die Leitung der "Stimme der
Hoffnung" uebernahm, habe sich fuer ihn die Frage nach der Nutzung der neuen
Medien gestellt. 1996 sei das Medienzentrum fuer die technische Abwicklung
der ersten Satellitenevangelisation der Freikirche im deutschsprachigen Raum
verantwortlich gewesen. Die 26 Bibelvortraege von Pastor Mark Finley in
Orlando/Florida wurden damals mit Simultanuebersetzung in 114 Staedte in
Deutschland sowie 23 Orte in Oesterreich und drei in der Schweiz
uebertragen. Die dazu notwendigen Geraete seien erst wenige Monate vorher
zur Verfuegung gestanden. "Mit der Internetarbeit wurde begonnen und die
ersten Fernsehproduktionen entstanden in einer Garage." Nicht nur am
primitiven "Fernsehstudio" habe sich gezeigt, dass die bisherigen
Raeumlichkeiten in Darmstadt fuer die gestiegenen Anforderungen nicht mehr
ausreichten. Mit der Planung eines modernen Medienzentrums sei begonnen
worden, das Machels Nachfolger, Pastor Matthias Mueller, im Maerz 2007 in
Alsbach-Haehnlein einweihen konnte.

 

"Wir haben heute Moeglichkeiten, von denen wir frueher nur traeumen
konnten", betonte Mueller in seiner Predigt waehrend des
Jubilaeumsgottesdienstes; "etwa ein taegliches 24-Stunden-Radioprogramm
ueber Satellit und im Internet, fuer das die ‘Stimme der Hoffnung’ eine
eigene Sendelizenz hat, oder deutschsprachige Fernsehbeitraege ueber den
adventistischen Satellitensender ‘Hope Channel’." Die Gruender des
Medienzentrums haetten zwar einen fuer heutige Verhaeltnisse ungewoehnlichen
Namen gewaehlt, "aber Menschen, die es brauchen, sind froh, wenn sie eine
Stimme der Hoffnung hoeren". Das Medienzentrum wolle mit seinen zahlreichen
Angeboten Lebenshilfe bieten sowie Menschen auf verstaendliche und
zeitgemaesse Weise zur persoenlichen Beschaeftigung mit der Bibel und dem
christlichen Glauben anregen. Der Jubilaeumsgottesdienst in
Alsbach-Haehnlein wurde von den Kameraleuten der "Stimme der Hoffnung"
aufgenommen und live per Satellit in ueber 300 adventistische Gemeinden in
Deutschland uebertragen.

 

1948 begannen die Gruender der "Stimme der Hoffnung" mit amerikanischer
Unterstuetzung religioese Sendungen ueber Radio Luxemburg auszustrahlen.
Mangels eines geeigneten Studios wurden die Programme zunaechst in Paris
aufgezeichnet. Dann gelang Pastor Max Busch in einem Berliner Keller, ein
"Studio" mit einem einfachen Tonbandgeraet und hektographierten Texten
einzurichten. Die "Stimme der Hoffnung" ist damit der aelteste christliche
private Radioanbieter Deutschlands.

 

In der DDR war eine freie christliche Radioarbeit wegen des totalitaeren
Regimes nicht moeglich, aber 1956 gruendeten die dortigen Adventisten unter
Leitung von Pastor Friedemann Malhus die Friedensauer Bildstelle. 1961
begann die Bildstelle eigene Sprach- und Musikproduktionen einschliesslich
verschiedener Hoerspiele zu entwickeln. Sie belieferte die adventistischen
Gemeinden in der DDR mit Diashows und Tonbandkassetten. Es entstand ein
interaktiver Kassettendienst fuer Kinder. 1965 kamen die
Blindenhoerbuecherei und die Friedensauer Bibellehrbriefe unter Pastor
Wilhelm Czembor hinzu. Diese Einrichtungen wurden nach der Wende in die
"Stimme der Hoffnung" integriert.

 

1959 zog die "Stimme der Hoffnung" von Berlin-Zehlendorf nach Darmstadt und
1968 in ein groesseres Gebaeude nach Darmstadt-Eberstadt. 1964 gruendete
Tristan Boettcher die Blindenhoerbuecherei. 1971 gab es die ersten
Kurzwellensendungen ueber Radio Transeuropa (Sines/Portugal). 1984 konnten
erste UKW-Sendungen ueber Privatradios in Deutschland ausgestrahlt werden.
1988 fand die erste Blindenfreizeit in Freudenstadt statt. 1990 wurde auch
bei Radio Moskau ueber Kurzwellenantennen gesendet, die einige Jahre zuvor
die adventistischen Programme aus Sines/Portugal gestoert hatten.

 

1996 war das Medienzentrum erstmals fuer die technische Abwicklung einer
Satellitenevangelisation zustaendig, 1998 wurde die erste Radiosendung ueber
Satellit ausgestrahlt und 2001 ein TV-Uebertragungswagen angeschafft. Am 1.
Oktober 2004 fand die erste deutschsprachige Fernsehsendung ueber "Hope
Channel Europe" beim Satelliten Eutelsat/Hotbird statt. Seit 2006 sind
Fernsehsendungen der "Stimme der Hoffnung" auch bei Kabel BW und seit Maerz
2007 bei rheinmain-tv zu empfangen. Am 3. Mai 2007 wurde das neue
Medienzentrum in Alsbach-Haehnlein eingeweiht. Anfang 2008 erhielt die
"Stimme der Hoffnung" von der Landesanstalt fuer privaten Rundfunk und neue
Medien (LPR Hessen) die offizielle Zulassung zur Veranstaltung und
Vertreibung ihres "Hope Channel"-Hoerfunkprogramms per Satellit und
Internet.

 

Im neuen Medienzentrum sind 38 Voll- und Teilzeitangestellte beschaeftigt.
Durch die moderne Infrastruktur ist ein breites Leistungsspektrum moeglich.
Fuer den "Hope Channel" werden Rundfunk- und Fernsehprogramme produziert und
ausgestrahlt. Fuer Grossveranstaltungen wird die technische Betreuung im In-
und Ausland durchgefuehrt. Die Blindenhoerbuecherei betreut etwa 3.500
Sehbehinderte mit ueber 50.000 Tontraegern jaehrlich. Das Internationale
Bibelstudien-Institut bietet zehn verschiedene Kurse an, zwei weitere werden
2008 erscheinen, die von rund 5.000 Menschen jaehrlich genutzt werden. Die
Internetangebote der "Stimme der Hoffnung" weisen staendig wachsende
Besucherzahlen auf. Der Shop bietet auf zwei Etagen und auch online
hauseigene sowie Produkte anderer Verlage an. Die Bildagentur
"Churchphoto.de" rundet die Leistungspalette ab.

 

**********************

Diese Agenturmeldung ist auch im Internet abrufbar unter:

http://www.stanet.ch/APD/news/1837.html

 

**********************

 



More information about the Wfn-editors mailing list