LWB-Ratstagung 2008 - PRESSEMITTEILUNG NR: 12
Dirk-Michael Grötzsch
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Mon Jun 30 17:24:05 CDT 2008
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LWB-Ratstagung in Arusha (Tansania) – 25. bis 30. Juni 2008
PRESSEMITTEILUNG NR: 12
Konflikt zwischen Israelis und PalaestinenserInnen muss gewaltlos
geloest werden
LWB-Rat tief besorgt ueber Auswirkungen des Ausbaus juedischer
Siedlungen und Bau der Trennmauer
Arusha (Tansania)/Genf, 30. Juni 2008 (LWI) – Die Ratsmitglieder
des Lutherischen Weltbundes (LWB) haben sich auf ihrer Tagung in
Arusha (Nordtansania) gegen jegliche Versuche ausgesprochen, die
politischen Streitigkeiten zwischen Israelis und
PalaestinenserInnen gewaltsam zu loesen. Der Rat ermutigte am
Montag, 30. Juni, das palaestinensische Volk, seine Spaltungen zu
ueberwinden und eine vereinte Strategie fuer Gerechtigkeit,
Rechtsstaatlichkeit und einen pluralistischen Staat zu verfolgen.
Weiterhin wuerdigte der LWB-Rat die aktuellen Verhandlungen
zwischen der israelischen Regierung und der palaestinensischen
Vertretung. Fuehrungspersoenlichkeiten beider Seiten wurden
ermutigt, diese Gespraeche weiterzuverfolgen, um letztlich eine
Zweistaatenloesung und ein gemeinsames Jerusalem zu beschliessen.
Die Ratsmitglieder brachten ihre tiefe Besorgnis ueber die
Auswirkungen der anhaltenden Expansion der Siedlungen und den Bau
der Trennmauer in den besetzten Gebieten zum Ausdruck, die
weiterhin ein Hindernis fuer den Vertrauensaufbau auf beiden
Seiten darstellten.
Begruesst wurde die Bildung des Rates religioeser Institutionen
im Heiligen Land als ein Hoffnungszeichen und als Beweis fuer die
Zusammenarbeit, die moeglich sei, wenn Fuehrungspersoenlichkeiten
der drei Glaubensgemeinschaften der Region – juedische,
christliche und muslimische – versuchten, Vertrauen zwischen
Israelis und PalaestinenserInnen aufzubauen sowie das negative
Image des jeweils anderen in den Schulen zu korrigieren.
Der Rat bekraeftigte seine volle Unterstuetzung fuer die
kirchliche, diakonische und Ausbildungsarbeit der
Evangelisch-Lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land
(ELKJHL) angesichts der schwierigen Herausforderungen. Gedankt
wurde den Mitgliedskirchen fuer Ihre Unterstuetzung der Arbeit
der ELKJHL, insbesondere im Bereich der Ausbildung und fuer das
Wohnungsbauprojekt auf dem Oelberg in Ost-Jerusalem als Antwort
auf die Emigration vieler ChristInnen. (263 Woerter)
* * *
An der Ratstagung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Arusha
(Tansania) nehmen knapp 80 VertreterInnen von
LWB-Mitgliedskirchen und Partnerorganisationen teil. Darueber
hinaus sind rund 95 weitere Teilnehmende registriert, darunter
DolmetscherInnen, Gaeste, Mitarbeitende des LWB,
PressevertreterInnen und Stewards. Der 49-koepfige LWB-Rat fuehrt
zwischen den in der Regel alle sechs Jahre stattfindenden
Vollversammlungen die Geschaefte des Weltbundes. Er tagt alle 12
bis 18 Monate. Der aktuelle Rat wurde waehrend der Zehnten
LWB-Vollversammlung im Juli 2003 im kanadischen Winnipeg
gewaehlt. Der Rat besteht aus dem Praesidenten, dem Schatzmeister
sowie Geistlichen und Laien, die ihre Regionen repraesentieren.
Die gastgebende Evangelisch-Lutherische Kirche in Tansania (ELKT)
ist die zweitgroesste lutherische Kirche in Afrika. Zu den 20
Dioezesen der ELKT gehoeren rund 4,6 Millionen Mitglieder. Die
viertgroesste lutherische Kirche weltweit gehoert seit 1964 zum
LWB. Leitender Bischof der Kirche ist Alex G. Malasusa.
Waehrend der LWB-Ratstagung erreichen Sie das LWB-Buero fuer
Kommunikationsdienste ueber den Mobilfunk-Anschluss: +255/713-480
216.
* * *
Der Lutherische Weltbund (LWB) ist eine Gemeinschaft lutherischer
Kirchen weltweit. 1947 in Lund (Schweden) gegruendet, zaehlt er
inzwischen 140 Mitgliedskirchen, denen rund 68,3 Millionen
ChristInnen in 78 Laendern weltweit angehoeren.
Das LWB-Sekretariat befindet sich in Genf (Schweiz). Das
ermoeglicht eine enge Zusammenarbeit mit dem Oekumenisder Kirchen (OeRK) und anderen weltweiten christlichen
Organisationen. Der LWB handelt als Organ seiner Mitgliedskirchen
in Bereichen gemeinsamen Interesses, z. B. oekumenische und
interreligioese Beziehungen, Theologie, humanitaere Hilfe,
Menschenrechte, Kommunikation und verschiedene Aspekte von
Missions- und Entwicklungsarbeit.
Die LUTHERISCHE WELT-INFORMATION (LWI) wird als
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oder seiner Arbeitseinheiten wieder. Die mit “LWI”
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Dirk-Michael Groetzsch
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